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Die Safari beginnt Am nächsten Tag geht's endlich los, wir steuern unseren ersten Tauchplatz an; Ras Trombi. Auf der Fahrt, werden wir von Delfinen begleitet und es gibt die ersten fliegenden Fische zu sehen. Der Checkdive ist simpel, jeder solle sich selber checken, "wir sind ja schon grosse Taucher", meint unser Chef-Guide Adrian. Nach dem Checkdive sollte es gleich weiter gehen zu den Brothers, doch ein Motorschaden macht uns einen Strich durch die Rechnung. Ein Hydraulik-Schlauch ist geplatzt und es muss Ersatz aus Hurghada geholt werden. So heisst es statt Brothers weiterhin Ras Trombi. Dafür machen wir hier unseren einzigen Nachttauchgang, denn in den Nationalparks sind diese verboten. Etwa um Mitternacht sind die Mechaniker endlich mit der Reparatur fertig und es soll weitergehen, doch als die Maschinen wieder angeworfen werden gibt es einen Knall… Ein anderes Teil hatte sich verabschiedet und so darf der Mechaniker wieder zwei Stunden nach Hurghada fahren, sich das Teil dort drehen lassen, zurück, einbauen und schlussendlich funktioniert alles wieder einwandfrei. Morgens um 6.30 Uhr legt die Seven7Seas ab und steuert die Brothers an. Schön finde ich, dass es wegen dieses Zwischenfalls, kein Gemecker unter den Passagieren gibt und es alle ganz locker nehmen. Überhaupt dürfen wir froh sein, dass wir diesen Zwischenfall nicht auf hoher See hatten… |
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Die Brothers Bereits um 11.30 Uhr erreichen wir unser erstes grosses Ziel: Big Brother. Hier haben wir den ersten echten Safari-Tauchgang mitten im glasklaren Wasser des Roten Meers an einem atemberaubenden Riff mit zwei herrlich bewachsenen Wracks. Den zweiten Tauchgang machen wir am Little Brother, mehr kriegen wir von den wundervollen Brothers leider nicht zu sehen, den abends geht's bereits weiter Richtung Daedalus. Der Grund sind die Hammerhaie, die sich am Daedalus rumtreiben sollen und da die meisten Gäste scharf auf die Hammer sind, gibt's eine kurze Abstimmung "Brothers vs. Daedalus" die ziemlich eindeutig ausfällt. |
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Deadalus Dass es in Ägypten heiss werden kann, muss ich wohl keinem erklären. Ich bin schon viel in Ägypten gewesen – auch im Hochsommer – aber die Hitze, die uns am Daedalus erwartet, habe ich so noch nie erlebt. Der Wind hat sich gelegt und bei totaler Windstille werde es immer so heiss, habe ich mir sagen lassen. |
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| Beim ersten Briefing am Daedalus erzählt uns Adrian, an welcher Stelle des Riffs, die Chance auf Hammerhaie am grössten sei. Natürlich will jeder da hin und so kommt es, dass nicht nur alle Passagiere der Seven7Seas den Nordosten des Riffs ansteuern, sondern auch alle anderen Schiffe ihre Passagiere am selben Ort ins Wasser plumpsen lassen. Die Jagd auf die Hammerhaie ist eröffnet! Es wird einer der schlimmsten Tauchgänge meiner Tauchkarriere, zeitweisse kommt von den Tauchern unter uns so viel Geblubber hoch, dass ich Myri fast nicht mehr sehen kann, ein Jacuzzi ist laues Wasser dagegen. Von den eher "scheuen" Hammerhaien, lässt sich bei diesem Auflauf natürlich keiner blicken. Bei späteren Tauchgängen sind wir wesentlich glücklicher, wir sehen sogar einmal ganze neun Hammerhaie auf einmal. Leider gibt's nicht die "Hammerbilder", denn ich bin nicht so nahe an die Haie gekommen, dafür habe ich mein Tiefenlimit auch nicht unterschritten. | ||||
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Die Seven7Seas So, während wir am Daedalus verweilen, möchte ich doch noch ein paar Worte über das Schiff verlieren. Myri und ich haben eine Honeymoon-Suite. Die Kabinen sind von der Grösse her alle identisch, unsere Kabine hat einfach ein Doppelbett (1.6 m) und befindet sich auf dem Mitteldeck. Alle Kabinen sind sehr geräumig und verfügen über alles, was man sich auch von einem Hotelzimmer gewohnt ist. Wozu ich allerdings einen eigenen Fernseher mit DVD-Player in meinem Zimmer benötige? Keine Ahnung. |
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Das Essen Das Buffet im Diningroom bietet für jeden etwas, auch der heikelste Besucher muss nicht verhungern. Zum Frühstück kann man sich sein Ei nach Wunsch zubereiten lassen; Spiegelei, Rührei oder Omelett, mit allem drin, was man sich wünschte. Ich könnte jetzt eine lange Liste führen, wie wir kulinarisch verwöhnt werden, aber glaubt's mir einfach, es ist Safari-Essen auf höchstem Niveau. Fleisch ist ja nicht gerade eine Spezialität in Ägypten, meist trocken und zäh. Auf der Seven7Seas ist das anders, das Fleisch kommt immer auf den Punkt, zart und ohne Fett. Die Fische werden frisch gefangen und uns in Form von Fischchnusperli, Tatar oder Sashimi aufgetischt. Der Chefkoch hat übrigens seine Karriere als Tellerwäscher auf dem Schiff angefangen und musste einspringen, als sein Vorgänger den Bettel hinwarf, seither sorgt Achmed für das wohl der Gäste. Einmal in der Woche gibt es ein Barbecue auf dem Mitteldeck, da muss man etwas näher zusammenrücken, wird dafür aber mit einem feinen mehrgängigen Menü verwöhnt. |
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Das Tauchen Nun aber zum wahren Luxus, den einem eine solche Tauchsafari bietet: Das Tauchen. Wie auf fast allen Schiffen üblich, montiert man am Tag der Ankunft sein Equipment zusammen und belässt es so bis zum letzten Tauchgang der Safari. Während des Anrödelns (den Neopren kann man ja leider nicht die ganzen Ferien anbehalten) wird einem ein Glas Wasser gereicht und die Crew ist unaufdringlich hilfsbereit. Tauchen kann jeder wie es ihm und seinem Buddy passt. Ob mit oder ohne Guide, ob direkt vom Schiff oder doch lieber mit dem Zodiac, es gibt nur ein paar wenige Regeln, an die man sich halten muss: Maximale Tauchtiefe ist 40 Meter, kein Tauchgang länger als 70 Minuten und vor dem Auftauchen immer die Boje setzen. Sollte es einen mal durch starke Strömung vom Riff abtreiben (wir haben in dieser Woche fast null Strömung), hat jeder Taucher einen ENOS-Sender mit sich. Dieser muss lediglich über Wasser aktiviert werden und schon weiss man auf der Seven7Seas wo der vermisste Taucher zu finden ist. Auftauchen kann man wo man will, die Zodiacs sind immer rasch zur Stelle. Zurück auf dem Schiff erwartet uns stets ein leckerer Fruchtshake, eines der feinsten Details der Safari. |
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Treffpunkt Elphinstone Nach drei Tagen Daedalus und einigen tollen Hammer-Tauchgängen, ist es für uns Zeit weiter zu reisen. Die Nacht durch fährt die Seven7Seas zum nächsten Riff, dem Elphinstone. Dieses Riff liegt nicht weit vom Festland entfernt, das zeichnet sich vor allem durch die vielen anwesenden Tauchschiffe ab. Trotz der vielen anderen Schiffe, wird es ein würdiger letzter Tauchgang im Roten Meer, ein herrliches Riff. Als wir schlussendlich auftauchen, staunen wir nicht schlecht, als vor uns das Speedboat der "Extra Divers Brayka Bay" steht. Dort verbringen wir schon seit längerem mit der Familie die Frühlingsferien. Wir toben auf dem Zodiac herum und versuchen den Käpten auf uns aufmerksam zu machen. Schliesslich tuckert er zu uns rüber, weiss aber noch nicht so viel mit uns anzufangen. Wir erwähnen unsere Kinder; Tim, Tamara und Lily und da geht ihm schliesslich das Licht auf. Später fährt er noch mit Rami (einer unserer Guides der Extra-Divers) bei uns an der Seven7Seas vorbei und wir können Grüsse austauschen. Ich bin danach völlig aus dem Häuschen, nicht oft trifft man Menschen die man kennt mitten im Roten Meer an. Der nächste Tauchplatz ist auch unser letzter: Marsa Shuna. Da es hier Seegras gibt und ich dies für eine willkommene Abwechslung halte, freue ich mich auf diesen letzten Tauchplatz. Leider wird es eine wahre Enttäuschung. Die Sicht ist nicht besser als im Zürisee, die Korallen von unkontrollierten Tauchern zerstört und es wimmelt nur so von (Schnupper-)Tauchern. Die Safari ist vorüber, es wird wohl Zeit aufzubrechen, zurück nach Port Ghalib… |
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Schuhe anziehen… Wehmütig stehen wir alle auf dem Deck und sehen zu, wie wir im Port Ghalib einfahren und unseren Platz zwischen den anderen Booten einnehmen. Nach einer Woche wunderbarem Geschaukel ist es an der Zeit, die Schuhe rauszusuchen und den ersten Schritt auf festem Boden zu machen. Noch ein letztes mal sitzen wir in der Nacht auf dem BBQ-Deck und lassen bei ein paar Bier mehr als üblich, noch einmal die Woche revue passieren. |
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| Goodbye Seven7Seas, es war eine erlebnisreiche Woche, nochmals unseren grössten Dank an die Crew, die sich 24 Stunden um uns gekümmert hat und nichts missen liess. | ||||
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